Kaufberater
Navigationssysteme gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Auch aus diesem Grund geschehen häufig Fehlkäufe. Um Sie beim Kauf des für Sie idealen Navigationsgerätes zu unterstützen, finden Sie in unserem Kaufberater einen Überblick über die unterschiedlichen erhältlichen Produkttypen und deren Funktionsmerkmale.
Bedenken Sie beim Kauf eines Navigationssystems vor allem folgende Gesichtspunkte:
- In erster Linie ist wichtig, in welcher Situation Ihr Navigationssystem zum Einsatz kommt.
Navis für Fahrzeuge erfüllen andere Anforderungen als Navis, die für den Outdoor-Bereich entwickelt worden sind. Aber selbst innerhalb dieser Kategorien gibt es Unterschiede: PKW-, LKW-, Wohnmobil- oder Motorrad-Navis sind speziell für den jeweiligen Fahrzeugtyp konzipiert. Auch bei Outdoor-Navis steht ein breites Spektrum diverser Geräte zur Auswahl. - Überlegen Sie sich, was Ihnen an einem Navigationssystem am wichtigsten ist.
Wenn Sie viel Wert auf Ästhetik legen und nicht auf ein mobiles Gerät angewiesen sind, empfiehlt sich möglicherweise ein Einbau-Navigationssystem. Wollen Sie Ihr Navigationsgerät auf jeden Fall in mehreren Fahrzeugen benutzen, ist ein mobiles Navigationsgerät von Vorteil. - Achten Sie auf den Umfang des Kartenmaterials.
In der Regel sind Navigationssysteme mit dem Kartenmaterial für Zentraleuropa ausgestattet. Dieses kann zwar erweitert werden, jedoch ist zusätzliches Kartenmaterial oft mit weiteren Kosten verbunden. Informieren Sie sich daher im Vorfeld unbedingt darüber, welches Kartenmaterial beim Kauf Ihres Navigationssystems inklusive ist und ob dieses kostenlos aktualisiert wird.
Navigationssystem-Typen
Navigationssysteme gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Jede davon hat Ihre eigenen Vor- und Nachteile. Machen Sie sich deshalb vor dem Kauf Gedanken darüber, welcher Produkttyp am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt.
Es gibt folgende Varianten:
- Einbau-Navigationssysteme fügen sich ins Bordsystem eines Autos perfekt ein, sind jedoch hochpreisiger als die mobilen Varianten. Bereits als Multimedia-Systeme entwickelt, sorgen sie zugleich für die Bordelektronik und die Navigation. Sie können jedoch nicht entnommen werden.
- Mobile Navigationssysteme können in mehreren Fahrzeugen verwendet werden, da sie schnell ein- und wieder ausgebaut sind. Zudem sind sie preiswerter als Einbausysteme. Eine fehlende Verbindung zur Bordelektronik macht sie aber in manchen Situationen weniger präzise.
- Es gibt verschiedene Smartphone-Navigationssysteme, die Sie anstelle eines alleinstehenden Navigationsgerätes verwenden können. Im Preis-Leistungs-Verhältnis sind Navigations-Apps unschlagbar, können aber bei der Nutzung im Ausland sehr teuer werden und haben unter Umständen ein sehr kleines Display.
Einbau-Navigationssysteme
Einbau-Navigationssysteme besitzen folgende Eigenschaften:
Im Folgenden lesen Sie zur besseren Übersicht alle Vor- und Nachteile von Einbau-Navigationssystemen:
- Fügt sich harmonisch ins Cockpit ein
- Viele Multimedia-Funktionen
- Vernetzung mit der Bordelektronik
- Mehr Sicherheit
- Hochpreisiger als mobile Geräte
- Mangelnde Mobilität
Hochwertige Optik
Oft bietet sich beim Kauf eines Fahrzeugs die Möglichkeit, ein vom Auto-Hersteller entwickeltes Navigationssystem integrieren zu lassen. Dieses ist jedoch im Vergleich zu einem mobilen Gerät oder einem unabhängigen Einbau-Gerät sehr kostenintensiv.
Etwas preisgünstiger sind Einbau-Geräte unabhängiger Hersteller. Diese fügen sich allerdings nicht ganz so nahtlos ins Innendesign ein, da sie oft nicht für einen speziellen Fahrzeug-Typ hergestellt worden sind.
Ein großer Vorteil der Einbau-Modelle ist, dass es durch die feste Installation des Navis keinen Kabelsalat im Auto gibt.
Alles in Einem
Einbau-Navigationssysteme werden über den Radio-Anschluss des Fahrzeugs angeschlossen und enthalten in der Regel neben dem Navigationssystem das gesamte Multimedia-System des Fahrzeugs.
Sie erwerben somit viele Funktionen mit nur einem Gerät, zum Beispiel:
- Funkradio
Wie beim gängigen Autoradio können Sie FM- und AM-Sender empfangen – oft auch mit RDS.
- CD-/DVD-Laufwerk
Mit einem CD- oder DVD-Laufwerk können Sie Musik hören, Filme schauen oder zusätzliches Kartenmaterial ins Navigationssystem einspeisen. In vielen Multimedia-Systemen ist das Einschalten der Video-Funktion während der Fahrt nicht möglich, um eine zu starke Ablenkung des Fahrers zu vermeiden. Falls Sie dennoch ein Gerät besitzen, das auch während der Fahrt Videos abspielen kann, ist zu Ihrer eigenen Sicherheit dringend davon abzuraten, diese Funktion während der Fahrt zu nutzen. - USB-Anschluss
Songs oder Videos lassen sich natürlich auch über den USB-Anschluss abspielen. Aber auch Karten-Updates oder zusätzliches Kartenmaterial können Sie über die USB-Schnittstelle installieren. - HDMI-Funktion
Auf neueren Geräten können Sie Ihr Smartphone mit einem Kabel anschließen und über das Touch-Display des Navigationssystems ganz bequem Ihre Smartphone-Apps steuern. - TV-Box
Mit einem Anschluss für einen TV-Empfänger können Sie auch unterwegs Ihre Lieblingssender empfangen.
Die über den Radio-Anschluss bestehende Verknüpfung des Navigationssystems mit der Bordelektronik bietet Ihnen ebenfalls einige Vorteile gegenüber mobilen Geräten:
- Ihr Autoradio harmoniert mit den Durchsagen Ihres Navigationssystems.
Die meisten Modelle schalten das Autoradio stumm, wenn eine Navigations-Anweisung erfolgt. Dadurch verpassen Sie keine Meldung. - Die Anweisungen Ihres Navigationssystems sind immer verständlich.
Die Navigations-Anweisungen in Einbau-Geräten erfolgen über Ihre Auto-Lautsprecher. So können Sie alle Durchsagen verstehen – selbst, wenn es aufgrund hoher Geschwindigkeiten, holpriger Straßen oder vielen Verkehrs sehr laut werden sollte. - Selbst bei schlechtem GPS-Empfang werden Sie präzise navigiert.
Im Regelfall sind Einbau-Navis mit den Radsensoren Ihres Fahrzeugs verbunden. So erhält Ihr Navi genaue Informationen über Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke. Verzögerungen aufgrund mangelnden GPS-Empfangs werden so vermieden.
Mehr Sicherheit
Auch in Bezug auf Sicherheit ist das Einbau-Navigationssystem vorteilhaft: Da es direkt im Cockpit verbaut ist, entstehen keine Sicht-Einschränkungen, wie es bei mobilen Geräten der Fall sein kann, die häufig an der Frontscheibe angebracht werden.
Sämtliche Einbau-Navigationssysteme, die Ihr Fahrzeug-Hersteller anbietet, werden sorgfältig in Crash-Tests geprüft. Die Teile sind so fest verbaut, dass sie sich während eines Unfalls nicht lösen können.
Mobile Geräte hingegen sind meist nur mittels Saugnapf an der Frontscheibe innen befestigt. Bei einem Unfall können sie sich schnell lösen, was unter Umständen gefährlich werden kann.
Mittlerweile gibt es Einbau-Navis mit Diebstahlschutz, deren Displays sich mit einem Handgriff abnehmen lassen, damit sie nicht im Auto verbleiben müssen und ein Diebstahl somit uninteressant ist.
Suchen Sie eine Variante, die optisch besonders dezent ist? Viele Auto-Hersteller bieten auch Navigationssysteme an, die im ausgeschalteten Zustand hinter einer Blende versteckt werden.
Mangelnde Mobilität
Wenn Sie vorhaben, Ihr Navigationssystem in mehreren Fahrzeugen oder auch für Outdoor-Aktivitäten zu nutzen, sind Einbau-Navigationssysteme nicht empfehlenswert.
Trotz ihrer vielen Vorteile lassen sie sich nur mit hohem Zeitaufwand ein- und wieder ausbauen. In der Regel verfügen sie zudem über keinen separaten Akku, der die Nutzung des Navigationssystems außerhalb Ihres Fahrzeugs ermöglicht.
Mobile Navigationssysteme
Folgende Eigenschaften zeichnen mobile Navigationssysteme aus:
Im Überblick erfahren Sie alle Vor- und Nachteile mobiler Navigationssysteme:
- Hohe Mobilität
- Unkomplizierte Montage
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Vielseitig einsetzbar
- Manchmal ungenaues GPS-Signal
- Anbringung unter Umständen nicht sehr sicher
Unübertroffene Mobilität
Flexibel ist das mobile Navigationssystem: Das handliche Gerät kann problemlos transportiert werden. Wenn Sie das Gerät also in mehreren Fahrzeugen nutzen wollen, ist es schnell aus- und wieder eingebaut.
Mobile Navis sind mit einem Akku ausgestattet, der für mehrere Stunden hält. Dadurch ist es möglich, das Navigationssystems auch außerhalb des Autos zu nutzen.
Die Verwendungsmöglichkeiten mobiler Navigationssysteme sind vielseitig. So können Sie es beispielsweise mit in den Urlaub nehmen und in Ihrem Mietwagen verwenden.
Keine Technik-Basteleien
Dadurch, dass mobile Navigationssysteme so leicht anzubringen sind, eignen sie sich hervorragend für alle, die auf langwierige Technik-Basteleien verzichten möchten.
Kabel benötigen Sie allerhöchstens dann, wenn Sie eine längere Fahrt unternehmen und Ihr mobiles Navi bei niedrigem Akkustand an den Zigaretten-Anzünder anschließen müssen.
Nachteilig bei mobilen Navigationssystemen kann die fehlende Verknüpfung zwischen Navigationssystem und Bordelektronik sein:
- Mobile Navis besitzen ihre eigenen Lautsprecher.
Diese sind natürlich nicht so leistungsstark wie Auto-Lautsprecher und interagieren nicht mit ihnen. Vor allem in geräuschvollen Fahrsituationen könnten Ihnen daher wichtige Ansagen entgehen. - Mobile Navis sind auf den GPS-Empfang angewiesen.
Während Einbau-Navigationssysteme zusätzlich zum GPS-Empfang noch Informationen der Radsensoren erhalten, ermittelt das mobile Gerät Entfernungen lediglich über GPS-Signale. Dadurch kann es in Gebieten mit ungünstigem GPS-Empfang zu Verzögerungen kommen.
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Mobile Navis sind im Vergleich zu fest installierten Navigationssystemen sehr preisgünstig. In Kombination mit der hohen Flexibilität sind sie geeignet für alle, die für ein gutes Navi nicht allzu viel bezahlen wollen.
Saugnapf-Halterung
Mobile Navis werden meist über eine Saugnapf-Halterung an der Frontscheibe befestigt. Das kann vor allem bei Unfällen zur Gefahr werden.
Ein weiterer Nachteil der Saugnapf-Halterung ist, dass sie nach längerer Nutzung nur noch bedingt hält und sich während der Fahrt lösen kann – eindeutig ein Sicherheitsrisiko.
Saugnapf-Halterungen verstoßen gegen die UVV BGV D29 (Unfall-Verhütungsvorschriften für Berufsgenossenschaften), weil sie:
- Aufgrund ihrer Anbringung an der Frontscheibe das Sichtfeld einschränken
- In Unfallsituationen zur Gefahr werden können.
Daher sind Saugnapf-Halterungen nicht zulässig für Fuhrpark-Fahrzeuge.
Alternativ zur Saugnapf-Halterung gibt es inzwischen andere Befestigungsmöglichkeiten für mobile Navigationssysteme: zum Beispiel für die Lüftungsschlitze oder den Getränkehalter, aber auch den Zigarettenanzünder.
Wenn Sie mehr über alternative Halterungen für mobile Navigationssysteme erfahren wollen, lesen Sie im Unterkapitel Zubehör weiter.
Smartphone-Navigationssysteme
Über folgende Eigenschaften verfügen Smartphone-Navigationssysteme:
Nachfolgend sehen Sie die Vor- und Nachteile von Smartphone-Navigations-Apps im Überblick:
- Sehr günstig
- Benutzerfreundlich
- Kein zusätzliches Gerät nötig
- Niedrige Akku-Laufzeit
- Online-Apps können im Ausland teuer werden
- Kleines Display ist unübersichtlich
- Nur eingeschränkt für den Outdoor-Bereich geeignet
Kein zusätzliches Gerät nötig
Für Smartphone-Besitzer gibt es eine weitere Möglichkeit: Mittlerweile sind eine ganze Reihe kostenloser und kostenpflichtiger Smartphone-Apps erhältlich, die fast dasselbe leisten wie ein eigenständiges Navigationssystem.
Der große Vorteil daran: Sie reizen die Möglichkeiten Ihres Smartphones voll aus und benötigen zudem kein weiteres Gerät.
Dass die Navigations-Apps fürs Smartphone in Deutschland immer beliebter werden, zeigt sich auch an den sinkenden Verkaufszahlen von Navigationsgeräten seit 2008. Die exakten Zahlen finden Sie auf statista.
Hohe Benutzerfreundlichkeit
Eine Fußweg-Navigation mit dem Handy ist angenehmer als mit den relativ großen mobilen Navigationssystemen (ausgenommen davon sind die Outdoor-GPS-Empfänger).
Eigenständige Navigationsgeräte müssen regelmäßig am Computer oder mithilfe externer Speichermedien wie CD, DVD, USB-Stick oder SD-Karte aktualisiert werden, damit das Kartenmaterial zuverlässig bleibt. Bei Smartphone-Navigationssystemen hingegen wird das neue Kartenmaterial per App-Aktualisierung installiert oder gelangt direkt über automatischen mobilen Datentransfer auf Ihr Handy.
Akku hält nicht lange
Nachteilig ist beim Nutzen von Smartphones als Navigationssystem, dass das hochauflösende Display vieler Smartphones sehr viel Energie benötigt. Es entlädt sich bei durchgehender Nutzung über Stunden hinweg rasch.
Mit einem USB-Adapter für Ihren Zigarettenanzünder können Sie Ihr Smartphone während der Fahrt ans Stromnetz anschließen. Bei Outdoor-Aktivitäten können Sie Powerbanks zum Aufladen unabhängig vom Stromnetz nutzen.
Powerbanks erhalten Sie auf billiger.de.
Displaygröße
Sofern Sie nicht über ein Smartphone mit sehr großem Display verfügen, kann der Navigationsbildschirm unter Umständen sehr unübersichtlich werden. Auch die Bedienung ist bei besonders kleinen Smartphone-Displays etwas „fummelig“.
Einsatzgebiete
Mittlerweile gibt es spezielle, für die Anforderungen der bestimmten Einsatzgebiete entwickelte Geräte.
Je nachdem, wie und wo Sie ein Navigationssystem einsetzen wollen, empfiehlt sich gegebenenfalls der Kauf unterschiedlicher Geräte für die jeweiligen speziellen Anforderungen.
Häufig unterscheidet sich das Kartenmaterial der einzelnen Geräte-Varianten in Bezug auf sogenannte POIs (= Points of Interest).
Das sind Objekte, die für eine bestimmte Nutzergruppe von Bedeutung sind – beispielsweise ist die Anzeige von LKW-Parkplätzen auf der Navigationskarte ein POI für Fernfahrer.
Mittlerweile gibt es viele verschiedene Geräte auf dem Markt, die auch für andere Fahrzeugtypen als den PKW geeignet sind. Und da die meisten dieser Navigationssysteme auch über eine PKW-Funktion verfügen, ist der Kauf zweier verschiedener Geräte häufig dennoch nicht nötig.
- Auf Camping-Navigationssystemen sind viele Campingplätze und für das Reisen mit dem Wohnmobil relevante POIs gespeichert. Zudem berechnet sie die Route auf Basis der Fahrzeug-Maße und sind oft auch für den PKW nutzbar.
- Die besonders leistungsstarken LKW-Navis berücksichtigen bei der Routenplanung alle Warn- und Beschränkungsschilder sowie die Fahrzeug-Maße. Häufig sind sie auch für den PKW einsetzbar.
- Das wasserfeste Motorrad-Navigationsgerät eignet sich für alle, die mit ihrem Zweirad auch kurvenreiche und bergige Strecken planen wollen. In manchen Fällen können Sie diesen Gerätetyp auch fürs Auto nutzen.
- Das Kartenmaterial von Fahrrad-Navigationssystemen beinhaltet neben Radwegen auch Raststätten und kann nicht nur zum Navigieren, sondern auch Aufzeichnen gefahrener Strecken verwendet werden. Viele Fahrrad-Navis sind auch für andere Outdoor-Tätigkeiten als GPS-Tracker einsetzbar.
- GPS-Empfänger sind sehr präzise Geräte, in deren Kartenmaterial Wanderwege gespeichert sind. Für Outdoor-Tätigkeiten überzeugen sie mit einer hohen Akku-Laufzeit und Aufzeichnungs-Funktionen. Die meisten GPS-Empfänger haben auch eine Fahrrad-Funktion.
Camping-Navigationssysteme
Spezielle Navigationssysteme für das Wohnmobil oder den Wohnwagen zeichnen sich darin aus, dass sie über detaillierte Informationen zu Campingplätzen und Wohnmobil-Standorten verfügen.
Zudem können Camping-Navis speziell auf Ihren Fahrzeugtyp angepasste Routen errechnen, mit denen Sie ohne Probleme mit Höhen- und Gewichtsbeschränkungen zu Ihrem Ziel gelangen.
Die voraussichtliche Ankunftszeit wird ebenfalls auf Basis des Fahrzeugtyps berechnet.
Häufig lassen sich mobile Camping-Navigationssysteme auf eine PKW-Funktion umstellen, so dass hier der Kauf eines zweiten Geräts nicht nötig ist.
LKW-Navigationssysteme
LKW-Fahrer müssen beim Fahren vor allem eines: effektiv sein. Daher ist man als Berufsfahrer dankbar für jede gesparte Fahrminute.
Navigationssysteme, die speziell für LKWs konzipiert sind, glänzen durch hohe Präzision und möglichst aktuelle Karten und sind entsprechend häufig mit Live-Diensten ausgestattet.
Mehr Informationen zu Live-Diensten erhalten Sie in unserem Unterkapitel Sonderfunktionen.
Das Fernfahrer-Navi bezieht zudem aktuelle Verkehrswarnungen und Beschränkungen in die Routenerstellung mit ein, um den Lastentransport so unkompliziert wie möglich zu gestalten.
Zur Optimierung der Fahrtroute kann man in alle LKW-Navis die Längen-, Höhen-, Breiten- und Gewichtsmaße des Fahrzeugs manuell eingeben. Auf dieser Basis errechnet das Navigationssystem eine auf Größe und Gewicht des LKWs zugeschnittene Route.
Motorrad-Navigationssysteme
Motorrad-Fahrer haben andere Ansprüche an ein Navigationsgerät als Auto-Fahrer.
Folgende Aspekte sind bei Motorrad-Navigationssystemen besonders wichtig:
- Der Bildschirm muss – auch bei Sonnenlicht – gut lesbar sein.
Da sich das Navi beim Motorradfahren „unter freiem Himmel“ befindet, sollte der Bildschirm über einen Blendschutz verfügen oder so hell sein, dass er auch bei Sonnenlicht deutlich lesbar ist. - Das Navigationsgerät sollte wasserdicht sein.
Gerade auf längeren Touren lässt sich die Wetterentwicklung oft nicht vorab abschätzen – wasserdichte Geräte überstehen hier auch Regenschauer unbeschadet. - Der Touchscreen muss auch mit Handschuhen bedienbar sein.
Bei vielen Modellen für Motorräder ist diese Anforderung erfüllt. Absichern können Sie sich im Zweifel mit sogenannten Screen-Gloves.
Falls Sie auf die Sprachanweisungen des Navis nicht verzichten wollen, gibt es Headsets oder Helme, die via Bluetooth® mit dem Navigationsgerät kommunizieren können und auch als Freisprechanlage nutzbar sind.
Zudem haben sie meist eine höhere Akku-Laufzeit, da sich Motorrad-Navis während der Fahrt nicht an ein Stromnetz anschließen lassen.
Weitere Informationen zum Thema Akku-Laufzeit erhalten Sie in unserem gleichnamigen Kapitel.
Die Befestigung des Navis erfolgt in der Regel am Lenker – eine bewährte Halterung sind die besonders erschütterungsresistenten RAM-Mount®-Systeme.
Mehr über die Funktion und Anbringung von RAM Mount®-Systemen erfahren Sie in unserem FAQ-Bereich unter der Frage Wie befestige ich mein Navi am Motorrad/Fahrrad?
Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, sucht nicht immer die schnellste Strecke zum Ziel, sondern häufig die schönste. Daher beinhalten fast alle Motorrad-Navis die Funktion, neben der „gängigen“ Route auch besonders kurvenreiche oder bergige Strecken zu berechnen.
Da das Planen einer längeren Route im Navi unter Umständen etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen kann, bieten fast alle Hersteller eine Routenplanung am PC an. Die erstellte Route lässt sich dann bequem per USB-Anschluss auf das Navi übertragen. Wer auf die Routenplanung verzichten möchte, kann auch im Internet auf ein breites Angebot bereits erstellter Touren zurückgreifen.
Eine Auswahl von 300 schönen Motorrad-Touren finden Sie beispielsweise auf kurvenkoenig.de.
Fahrrad-Navigationssysteme
Navigationsgeräte fürs Fahrrad sind meist wasserdicht und haben ein Display, das sich den Lichtverhältnissen anpasst.
Sie sind eine Art Schnittstelle zwischen Navigation und Freizeitplanung und besitzen vielseitige Funktionen:
- Navigation
Neben Informationen zu interessanten Punkten (POIs = Points of Interest) bietet die Navigations-Oberfläche häufig auch Informationen zum Höhenprofil einer Strecke und je nach Modell auch zu Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Herzfrequenz. - Routenplanung
Ähnlich wie bei Motorrad-Navigationssystemen können Sie Ihre Route auf dem Navi direkt oder zuvor am PC planen. Hierzu gibt es im Internet auch ein umfassendes Angebot bereits erstellter Routen, die Sie per WLAN-Verbindung oder App direkt aufs Gerät laden können. - Aufzeichnung
Das Fahrrad-Navigationsgerät zeichnet zurückgelegte Strecken auf, damit Sie diese erneut fahren oder mit Ihren Freunden und Bekannten teilen können. - Challenges
Viele Fahrrad-Navis der neuen Generation verfügen über eine Challenge-Funktion. Dies bedeutet, dass gefahrene Strecken mit Zeitangabe aufgezeichnet und via Internet mit den Fahrtzeiten anderer Radler verglichen werden. - Smartphone-Konnektivität
Wenn Sie Ihr Smartphone mit dem Navi verbinden, erhalten Sie mehrere Zusatzfunktionen wie Live-Tracking, Benachrichtigungen bei eingehenden Anrufen oder SMS-Nachrichten und Wetterdaten.
Mehr als nur Fahrradnavigation
Viele Navigationssysteme mit Fahrrad-Funktion können auch gleichzeitig zum Wandern, Bergsteigen und Geocaching eingesetzt werden. Daher sind solche Geräte zwar etwas kostspieliger, aber dafür vielseitig verwendbar.
Eine Halterung für den Fahrrad-Lenker wird von vielen Herstellern mitgeliefert. Sollten Sie häufig im bergigen Gelände fahren, empfehlen wir Ihnen die sehr stabilen und erschütterungsresistenten RAM Mount®-Systeme.
Genauere Informationen über Geocaching erhalten Sie in unserem nächsten Kapitel GPS-Empfänger.
Mehr über die Funktion und Anbringung von RAM-MOUNTS erfahren Sie in unserer FAQ Wie befestige ich mein Navi am Motorrad / Fahrrad?
GPS-Empfänger
Ob Geocaching, bergsteigen oder wandern abseits beschilderter Wege – ein GPS-Empfänger (GPS = Global Positioning System) ist bei Aktivitäten in der Natur ein guter Begleiter und ersetzt mit seinem geringen Gewicht das Mitschleppen von Karten.
Als „Geocaching“ bezeichnet man eine sehr beliebte, moderne Form der Schnitzeljagd, bei der mithilfe von GPS-Koordinaten mehrere Stationen vorgegeben werden. Meist führt die Suche nach dem „Cache“ – dem Schatz – durch schöne Landschaften. Das Geocaching ist also eine spielerische Art des Wanderns.
Damit sie auch auf langen Wanderungen immer einsatzbereit sind, haben GPS-Empfänger eine Akku-Laufzeit von bis zu 25 h. Fast alle Geräte funktionieren auch mit Batterien.
Durch den leistungsstarken GPS-Chip empfangen Outdoor-Navis auch in schwierigen Gegenden ein Signal. Das ist gerade beim Wandern in freier Natur oder bei Regenwetter nützlich. GPS-Geräte kommunizieren über Mikrowellen mit Satelliten, um Positionen zu bestimmen. Mikrowellen können Wasser jedoch schlecht durchdringen. Regenwetter kann sich daher negativ auf den Empfang Ihres GPS-Empfängers auswirken.
Das Kartenmaterial von GPS-Empfängern enthält Wanderwege und häufig Geocaches. Beliebte Touren lassen sich auch via Internet auf Ihr Gerät herunterladen.
Auch die Aufzeichnung und Übertragung zurückgelegter Wege ist mit GPS-Empfängern möglich. Kostspieligere Geräte können sogar hochauflösende Fotos aufnehmen und mit Geo-Tags versehen.
Kartenmaterial
Standardmäßig ist in fast allen Navigationsgeräten ein Kartensatz Zentraleuropas vorhanden, der sich – je nach Modell und Hersteller – erweitern lässt.
Diese Punkte sind in Bezug auf das Kartenmaterial entscheidend:
Kartenupdates
Aber nicht nur der Umfang des Kartenmaterials sondern auch dessen Aktualisierungsmöglichkeiten sind wichtig. Karten-Updates werden von fast jedem Hersteller angeboten, allerdings oftmals kostenpflichtig.
Als Reaktion auf die wachsende Konkurrenz durch die Smartphone-Navigationssysteme bieten einige Hersteller inzwischen ein lebenslanges Kartenupdate ohne Zusatzkosten an. Lebenslang bedeutet hier die Dauer der Funktionsfähigkeit des Navigationsgerätes.
Achten Sie bereits beim Kauf Ihres Navigationssystems auf die Möglichkeiten der Aktualisierung – so werden Sie im Nachhinein nicht mit hohen Kosten für das Karten-Update überrascht.
POIs (= Points of Interest)
Viele Navigationssysteme bieten die Möglichkeit, sich Sonderziele anzeigen zu lassen. So können Sie auch ohne vorliegende Adresse unter anderem die nächstgelegene Tankstelle, einen Supermarkt oder Geldautomaten erreichen.
Solche sogenannten POIs gibt es heutzutage in allen Formen: vom Radar-Warner bis hin zum Parkplatz-Finder.
Moderne Navis können über eine integrierte App auch zusätzliche POIs importieren. Dadurch müssen Sie nicht sofort ein neues Navigationssystem kaufen, wenn sich Ihre Ansprüche an den Umfang der Sonderziele verändern.
Es gibt Navis für spezielle Fahrzeugtypen, die über spezielle POIs verfügen. Diese richten sich ganz nach dem Einsatzgebiet des Navis. Mehr erfahren Sie in unserer gleichnamigen Rubrik.
Sind Blitzer-Warner überhaupt erlaubt? Einen Einblick gibt Ihnen pcwelt.de.
Display-Größen
Für die Bildschirmgröße gilt: Je intensiver Sie die vielfältigen Möglichkeiten des Navigationssystems nutzen möchten, desto größer sollte auch dessen Display sein. Wenn Ihr Navi beispielsweise sehr viele Sonderziele und Zusatzinformationen anzeigen soll, ist ein möglichst großes Display empfehlenswert, damit Sie nicht die Übersicht verlieren. Viele Informationen auf einem kleinen Display werden schnell zur Belastung.
Gängige Bildschirmdiagonalen bei Navigationsgeräten liegen zwischen 3,2“ und 7,0“ (Zoll).
Display-Größen von Smartphones sind meist von 3,5“ bis 4,9“ ausgelegt. Sollte Ihnen das Display Ihres Handys für die Navigation zu klein sein, empfehlen wir Ihnen eine Display-Größe von 6“ bis 7“.
Display vs. Akku-Laufzeit
Beachten Sie, dass ein größeres Display häufig eine geringere Akku-Laufzeit bedeutet. Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, Ihr Navigationssystem während der Fahrt aufzuladen, informieren Sie sich über dessen maximale Akku-Laufzeit.
Akku-Laufzeiten
Je nach Auflösung des Displays kann sich die Dauer der Akku-Laufzeit je nach Gerät stark unterscheiden: Bei hochauflösenden, großen Farbdisplays hält der Akku 5 bis 7 h (Stunden) während die häufig mit einem Monochrom-Display ausgestatteten GPS-Empfänger bis zu 25 h ohne Ladestation auskommen.
Falls Sie – zum Beispiel über den Zigaretten-Anzünder Ihres Autos – Ihr Navi während der Fahrt mit Strom versorgen können, ist eine hohe Akku-Laufzeit nicht zwingend nötig. Sollten Sie also Ihr Navigationssystem nur im Auto verwenden, müssen Sie nicht in eine hohe Akku-Laufzeit investieren.
Sonderfunktionen
Fast alle Navigationssysteme verfügen über diverse Sonderfunktionen, die Ihnen sowohl die Navigation als auch die Fahrt erleichtern. Damit Sie den Überblick behalten, erklären wir Ihnen die Wichtigsten:
- 3D-Kartenansicht
- Dash-Cam
- Fahrspur-Assistent
- Geschwindigkeits-Assistent
- Spurhalte-Assistent
- Sprachsteuerung
- Verkehrsinformationen
3D-Kartenansicht
Einige Navis können zwischen der normalen 2D-Kartenansicht und einer 3D-Kartenansicht wechseln. Die 3D-Ansicht ist vor allem in Großstädten ein großer Vorteil − die Karte wirkt räumlicher und verschafft dem Fahrer so einen besseren Überblick.
Oftmals aber ist die 3D-Ansicht nicht ausgereift genug und in nur wenigen Städten aufrufbar.
Dash-Cam
Manche mobile Navis besitzen eine Dash-Cam: Diese Kamera zeichnet die Fahrt fortwährend auf einer separaten SD-Karte auf. Sobald die Karte voll ist, werden alte Daten überschrieben.
Dash-Cams sind zudem mit einem G-Sensor ausgestattet, der die Beschleunigung misst. Während eines Unfalls findet eine schlagartige Änderung dieser Beschleunigung statt.
Durch die Messung des G-Sensors kann die Dash-Cam also das Stattfinden eines Unfalls protokollieren und versieht die Unfall-Aufzeichnung mit einem Schreibschutz. So kann der Unfall-Hergang im Nachhinein analysiert werden.
Fahrspur-Assistent
Fast jedes Navigationsgerät wartet heutzutage mit einem Fahrspur-Assistenten auf. Dieser zeigt Ihnen frühzeitig an, auf welche Spur Sie wechseln müssen, damit Sie Ihre Ausfahrt nicht verpassen.
Geschwindigkeits-Assistent
Auf den meisten Navigations-Karten sind auch Informationen über Geschwindigkeits-Beschränkungen gespeichert. Über das GPS-Signal kann das Navigationssystem Ihre aktuelle Geschwindigkeit ermitteln und warnt Sie bei Überschreiten der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit mit einem akustischen Signal.
Spurhalte-Assistent
Vor allem moderne Navigationssysteme verfügen über einen sehr hilfreichen Spurhalte-Assistenten. Dieser ermittelt über eine am Navigationsgerät angebrachte Kamera die Fahrspur-Breite und warnt Sie mit einem Signal vor dem ungewollten Verlassen der Fahrbahn.
Sprachsteuerung
Immer beliebter wird in Navigationsgeräten die Sprachsteuerung. Diese erlaubt es Ihnen, Ihr Navi über Spracherkennung zu steuern. Diese Sonderfunktion wird immer verlässlicher und macht Ihre Fahrt wesentlich angenehmer – vor allem, wenn Sie mitten auf der Autobahn Ihre Zieleingabe ändern müssen.
Verkehrsinformationen
Es ist eine große Hilfe, die Route per Navi in regelmäßigen Abständen mit den aktuellen Verkehrsinformationen abzugleichen. Unberechenbare Faktoren wie Wetter, Stau, Baustellen oder Unfälle können so mithilfe verschiedener Signale zeitig vorhergesehen und in die Route einberechnet werden.
Mittlerweile gibt es 3 verschiedene Arten, auf die Navigationssysteme Verkehrsinformationen empfangen können:
- TMC
Navis mit TMC empfangen ihre Verkehrsinformationen über UKW-Radio. Meist greifen sie dabei auf Stauwarnungen oder Polizei-Meldungen zurück. TMC ist zwar kostenlos – allerdings werden die UKW-Kanäle nur ca. alle 15 Min. aktualisiert, was sie relativ ungenau macht. Zudem decken die Meldungen meist nur Ballungsgebiete ab. - TMCpro
Das kostenpflichtige TMCpro erfasst seine Daten über Sensorschleifen in der Fahrbahn und ist daher direkter als TMC. Staus werden schnell erkannt und können oft rechtzeitig durch das Umfahren vermieden werden. Da TMCpro häufig per UMTS kommuniziert, fallen hierfür monatliche Gebühren an. Allerdings kann TMCpro keine allzu präzisen Voraussagen treffen – am verlässlichsten sind Live-Dienste. - Live-Dienste
Ein Vorteil von Smartphone-Navigationssystemen ist die Verfügbarkeit von Live-Informationen über die Internet-Verbindung. Diese Sonderfunktion bieten mittlerweile fast alle Navigationsgeräte-Hersteller.
Live-Dienste mithilfe mobiler Daten sind deshalb so effektiv, weil sie ein momentanes Straßenbild aus den Bewegungsdaten aller Fahrzeuge errechnen, die mobile Daten zur Navigation verwenden. Mit dieser Vorgehensweise lassen sich nicht nur Staus, sondern sogar Ampelschaltungen präzise voraussagen – das macht Live-Dienste wesentlich verlässlicher als TMC oder TMCpro.
Live-Dienste können auf verschiedene Arten aktiviert werden:
- Sie verbinden Ihr Handy per Bluetooth® mit dem Navi:
Diese Option ist von Vorteil, wenn Sie viel mobiles Datenvolumen zur Verfügung haben: Das Navigationssystem bedient sich zur Ausführung der Live-Dienste Ihres mobilen Datennetzes. Vorsicht: Im Ausland können hohe Roaming-Gebühren anfallen. - Sie legen sich ein externes GSM-Modul zu:
GSM-Tracker verbinden Ihr Navigationssystem gegen eine monatliche Gebühr mit dem mobilen Internet. Der Vorteil eines GSM-Moduls ist, dass im Ausland keine höheren Kosten anfallen. - Sie entscheiden sich für ein Navi mit integriertem GSM-Tracker:
Etwas teurer, aber dafür kompakt: Viele der neuen Geräte haben einen GSM-Tracker bereits integriert. Auch hier ist zur Nutzung der Live-Dienste häufig ein monatlicher Aufpreis notwendig.
Zubehör
Damit Sie Ihr Navigationssystem in vollem Umfang nutzen können, benötigen Sie passendes Zubehör. Das meiste zwingend notwendige wird bereits vom Hersteller mitgeliefert.
Alles Wichtige zum Thema Zubehör haben wir Ihnen nachfolgend zusammengefasst.
- Mit einem Ladekabel können Sie Ihr Navigationsgerät sowohl im Auto als auch zu Hause aufladen. Neuere Modelle sind auch mit einem USB-Anschluss versehen.
- Wo Sie Ihr Navigationsgerät befestigen können, hängt von der Art der Halterung ab.
- Damit Sie rechtzeitig über Staus informiert werden, benötigt Ihr Navi, sofern es nicht über TMCpro oder Live-Dienste verfügt, eine TMC-Antenne.
- Schutzfolien für das Touchscreen schützen das Display vor Kratzern.
- In einer Tasche lässt sich Ihr Navigationsgerät sicher aufbewahren und transportieren.
- Speziell für Fahrrad-Navigationsgeräte gibt es Trittfrequenz-Sensoren, mit deren Hilfe Sie sowohl Ihre Trittfrequenz als auch Ihre Geschwindigkeit so genau wie möglich auf das Navi übertragen können.
- Kartenmaterial und Medien gelangen oft über eine Speicherkarte in Ihr Navi.
Ladekabel
Für mobile Navigationssysteme ist das Ladekabel zwingend notwendig. Sobald der Akku leer ist, muss er mittels Ladekabel wieder aufgeladen werden.
Beim Kauf eines Ladekabels ist darauf zu achten, dass das jeweilige Kabel kompatibel zu Ihrem Navigationsgerät ist.
Ältere Modelle lassen sich oftmals nur am Zigaretten-Anzünder aufladen. Mittlerweile gibt es jedoch Ladekabel, die über einen Adapter auch an der Steckdose aufgeladen werden können. Über den USB-Anschluss können Sie Ihr Navi am PC anschließen, um beispielsweise Kartenupdates durchzuführen.
Halterungen
Die Saugnapf-Halterung mit Befestigung an der Windschutzscheibe erweist sich vor allem nach längerer Nutzung als unzuverlässig.
Nicht alle Navigationssysteme sind mit allen Halterungen kompatibel. Informieren Sie sich vor dem Kauf in der jeweiligen Produktbeschreibung.
- Halterungen für den Zigarettenanzünder
Am praktischsten sind Halterungen für den Zigarettenanzünder. Ladekabel und Halterung werden hierbei kombiniert. Häufig sind diese Halterungen mit mehreren Ladebuchsen ausgestattet, weshalb Sie mehrere Geräte gleichzeitig mit Strom versorgen können. Der Nachteil: Manchmal kann es durch Erschütterungen oder nach langem Gebrauch zu einem Wackelkontakt kommen. - Halterungen für den Getränkehalter
Halterungen für den Getränkehalter müssen lediglich in diesen eingesteckt und festgedreht werden – ein spezielles Arretier-System sorgt dafür, dass die Halterung in allen Getränkehaltern Platz findet. Diese Halterung ist sehr stabil. Der einzige Nachteil: Wenn Ihr Fahrzeug über nur einen Getränkehalter verfügt, gibt es keinen sicheren Platz mehr für den Kaffee unterwegs. - Halterungen für das Lüftungsgitter
Diese Halterung wird mit einer Klammer am Lüftungsgitter befestigt und ist ebenfalls sehr stabil.
Wenn Sie ein Navigationsgerät mit großem Display haben, lohnt sich die Anschaffung einer Halterung, die über 2 Zonen mit dem Cockpit verbunden ist – einmal am Lüftungsgitter und einmal zur Sicherung darunter. Ansonsten könnte das Navi je nach Gewicht das Lüftungsgitter zu sehr beanspruchen und beschädigen.
Verschiedene Halterungen finden Sie in der entsprechenden Kategorie Auto-Halterungen auf billiger.de.
Antennen
Viele Navigationsgeräte verfügen über sogenannte Wurfantennen. Diese werden über ein unhandliches, langes Kabel an der Scheibe befestigt. Als Alternative zu dieser unkomfortablen Lösung besitzen einige neuere Geräte kurze und handlichere Antennen.
Einige Navis sind bereits mit einem integrierten TMC-Empfänger ausgestattet. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie eine externe Antenne benötigen, lesen Sie sicherheitshalber die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes.
Achten Sie beim Kauf in den Herstellerangaben darauf, ob die jeweilige Antenne mit Ihrem Gerät kompatibel ist.
Schutzfolien
Fast alle Navigationssysteme verfügen heute über einen Touchscreen.
Dieser ist in der Regel sehr empfindlich und bedarf einer stetigen Pflege. Schutzfolien fürs Display schützen vor Kratzern und Zersplitterung.
Folgende sind erhältlich:
- Display-Schutzfolien
Im Grunde sind Display-Schutzfolien wie eine zweite Haut für Ihr Gerät. Die dünnen Folien bestehen aus mehreren Schichten, lassen sich blasenfrei auftragen und schränken die Funktionsweise des Touchscreens nicht ein. Auf diese Weise ist Ihr Display sicher vor unschönen Kratzern. - Antishock- /Panzer-Schutzfolien
Diese Schutzfolien sind wahre Wunder. Sie schützen Ihr Gerät zuverlässig vor schweren Kratzern und dämpfen sogar Hammerschläge ab. - Transparente Schutzfolien
Der Name ist Programm: Transparente Schutzfolien sollen die Sicht aufs Display möglichst unverändert lassen – so können Sie weiterhin die höchste Farbqualität genießen. - Antireflektierende Schutzfolien
Diese Folien könnten vor allem für Motorrad- und Fahrradfahrer interessant sein, da sie unter anderem Sonnenlicht abblocken und eine gute Lesbarkeit des Gerätes gewährleisten. - Vollverspiegelte Schutzfolien
Eine vollverspiegelte Schutzfolie lässt sich gleich auf 2 Arten nutzen: Ist das Display angeschaltet, funktioniert sie wie eine normale Schutzfolie – ist das Gerät ausgeschaltet, lässt sie sich als Spiegel nutzen. - Blickschutzfolie
Wer mehr Privatsphäre braucht, könnte sich für die Blickschutzfolie interessieren: Ab einem bestimmten Blickwinkel reflektiert diese Schutzfolie das Licht so, dass unerwünschte Beobachter das Display nicht lesen können. - Sprühfolien
Diese Art des Display-Schutzes unterscheidet sich grundlegend von den anderen: Hier muss die Folie nicht zugeschnitten und möglichst vorsichtig aufgetragen werden, sondern wird einfach aufgesprüht. Die Vorteile liegen auf der Hand – leider sind solche Sprühfolien sehr kostspielig und noch nicht ganz ausgereift.
Nicht immer ist es nötig, die Schutzfolie vor dem Anbringen zuzuschneiden: Für viele Geräte gibt es bereits im Voraus zugeschnittene Schutzfolien. Suchen Sie gezielt nach Schutzfolien für Ihren Geräte-Typ.
Taschen
Wichtig für einen sicheren Transport Ihres Navigationsgerätes ist eine Aufbewahrungstasche. Häufig wird diese bereits vom Hersteller mitgeliefert, meist handelt es sich um Hartschalen-Taschen.
Achten Sie beim Kauf Ihrer Tasche unbedingt darauf, dass diese der Größe Ihres Navigationssystems entspricht.
Trittfrequenz-Sensoren
Sollten Sie Ihr Navigationssystem auf dem Fahrrad nutzen, könnte Sie ein Trittfrequenz-Sensor als Zubehör interessieren. Dieser wird an einer festen Stelle auf Höhe der Pedale angebracht und misst via Funk Ihre Trittfrequenz und häufig auch die Geschwindigkeit. Diese Daten werden an das Navi übermittelt.
Eingeschränkte Kompatibilität.
Trittfrequenz-Sensoren sind oft nur mit einem Modell kompatibel.
Achten Sie vor dem Kauf genau darauf, ob der Trittfrequenz-Sensor zu Ihrem Gerät passt.
Speicherkarten
Die meisten Navigationssysteme sind mit einer Speicherkarte ausgerüstet. Auf dieser können Medien und zusätzliches Kartenmaterial gespeichert werden. Fast immer handelt es sich hierbei um SD-Karten.
Es gibt unterschiedliche SD-Karten. Nicht alle sind mit Ihrem Gerät kompatibel. Wenn Sie herausfinden wollen, welche Speicherkarte für Ihr Navi geeignet ist, informieren Sie sich in der Bedienungsanleitung oder der Produktbeschreibung.
Folgende SD-Typen gibt es:
- SD
- miniSD
- microSD
- SDHC
- SDXC
Speicherkarten gibt es in unterschiedlichen Speichergrößen. Für mehr Informationen besuchen Sie unsere Kategorie Speicherkarten.
Häufige Fragen
Was Sie schon immer zur Verwendung von Navigationssystemen wissen wollten, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlungen basieren hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer von Navigationssystemen.
Erhalten Sie in unserem FAQ-Bereich wichtige Antworten zu den Themenbereichen
Anbringung
Wo soll ich mein Navigationssystem anbringen?
Wie befestige ich mein Navi am Motorrad/Fahrrad?
Bedienung
Was kann ich tun, um schneller GPS-Empfang zu bekommen?
Funktion
Wie funktionieren Navigationssysteme?
Kartenmaterial
Wo kann ich zusätzliches Kartenmaterial finden?
Kauf
Wann sollte ich mir ein neues Navi kaufen?
Was ist besser: Einbau-Navi oder mobiles Navi?
Verkehrsinformationen
Wie kann ich Verkehrsinformationen am zuverlässigsten empfangen?
Software
Wie aktualisiere ich mein Navigationssystem?
Smartphone-Navigation
Warum sollte ich ein Navi kaufen, wenn ich doch ein Smartphone besitze?
Welche Navigations-Apps gibt es?
Zubehör
Warum werden bei meinem mobilen Navigationssystem CDs mitgeliefert?
Anbringung
RAM Mount®-Systeme gibt es nicht nur fürs Navi, sondern auch als Halterung für Smartphones, GoPro®-Kameras oder sogar Becher.
Bedienung
Was kann ich tun, um schneller GPS-Empfang zu bekommen?
Dieses Problem tritt häufig bei mobilen Navigationssystemen auf: Sie geben Ihr Ziel ein, können aber wegen fehlenden GPS-Empfangs nicht losfahren. Damit das Navigationsgerät Ihre Position berechnen kann, muss es Kontakt zu mindestens 4 GPS-Satelliten aufbauen – ist das GPS-Signal nicht stark genug, kann kein Standort ermittelt und somit auch keine Route berechnet werden.
Damit Ihr Gerät optimal arbeiten kann, sollten Sie einige Punkte beachten:
- Verwenden Sie das Navi möglichst auf freier Fläche.
Hohe Gebäude oder Bäume können das GPS-Signal einschränken. Versuchen Sie, das Einschalten Ihres Navigationsgerätes innerhalb von Großstädten zu vermeiden, wenn Sie nicht lange auf den GPS-Empfang warten wollen. - Verlieren Sie bei schlechtem Wetter nicht die Geduld.
Das GPS-Signal lässt bei dichten Wolken häufig nach. Sollten Sie also bei schlechtem Wetter das Navi einschalten, sind längere Wartezeiten ganz normal. - Wann haben Sie Ihr Navigationsgerät zuletzt verwendet?
Wenn Sie Ihr Navigationsgerät eine längere Zeit nicht oder noch nie benutzt haben, kann die Positionsbestimmung bis zu 30 Min. in Anspruch nehmen. - Haben Sie eine hitzereflektierende Windschutzscheibe?
Manche Scheiben-Beschichtungen sorgen dafür, dass Ihr Navigationsgerät keinen Empfang erhalten kann – das GPS-Signal wird von der Scheibe abgeblockt. Um herauszufinden, ob Ihr Auto eine reflektierende Windschutzscheibe hat, halten Sie Ihr Navigationsgerät aus dem Fenster. Sollte es nach einiger Zeit Empfang bekommen, liegt das Problem womöglich an Ihren Scheiben. - Wann haben Sie Ihre Betriebssoftware zuletzt aktualisiert?
Navigationsgeräte, die eine lange Zeit nicht aktualisiert worden sind, können oftmals an Signalstärke verlieren. Um sicher zu gehen, sollten Sie Ihr Navigationsgerät regelmäßig aktualisieren.
Sollten Sie all diese Punkte beachtet haben und immer noch keine Besserung des GPS-Empfangs feststellen, setzen Sie Ihr Navigationsgerät auf die Werkseinstellungen zurück. Anleitungen hierzu finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Geräts.
Wie Sie Ihr Navigationssystem auf den neuesten Stand bringen, haben wir in der Frage Wie aktualisiere ich mein Navigationssystem? für Sie zusammengefasst.
Funktion
Der Firmensitz von billiger.de befindet sich in der Zeppelinstr. 15, 76185 Karlsruhe. Gibt man diese Adresse in ein Navigationssystem ein, erhält man auch die geographischen Koordinaten, nämlich 49°00'09.7"N 8°21'23.4"E.
Kartenmaterial
Was bedeutet DACH?
Viele Navigationssysteme sind mit Kartenmaterial für die DACH-Staaten und einige weitere europäische Länder ausgerüstet.
Wo kann ich zusätzliches Kartenmaterial finden?
In der Regel finden Sie auf der Hersteller-Seite im Internet ein reichhaltiges Angebot zusätzlicher Kartenmaterialien. Die Erweiterung des Kartenmaterials ist meist mit Kosten verbunden.
Kauf
Machen Sie eine grobe Rechnung: Wie viel kostet ein neues Navigationssystem und wie viel zahlen Sie im Vergleich dazu innerhalb eines Jahres für Kartenupdates?
Software
In den Bedienungsanleitungen der Geräte finden sich häufig detaillierte Anweisungen zum Ausführen eines Updates. Informieren Sie sich dort, wenn Probleme auftreten.
Smartphone-Navigation
Hätten Sie‘s gewusst?
Eine der wenigen kostenlosen Offline-Apps ist Microsofts „Here Drive+“. Die App ist standardmäßig auf Windows-Phones installiert, aber auch für Android-Phones und iPhones verfügbar.
Verkehrsinformationen
Wie kann ich Verkehrsinformationen am zuverlässigsten empfangen?
Der Empfang von Verkehrsinformationen ist wichtig, um Staus und andere akute Verkehrsbehinderungen zu umgehen.
Neben dem kostenlosen TMC-Signal, das meist über eine Antenne erfolgt, gibt es noch das kostenpflichtige TMCpro und die – ebenfalls kostenpflichtigen – Live-Dienste.
Am zuverlässigsten sind derzeit Live-Dienste, da sie über das Internet ohne Zeitverzögerung Meldungen abrufen. Zusätzlich lassen sich aus den Daten anderer Nutzer der Live-Dienste präzise Vorhersagen treffen und Staus erkennen, bevor sie sich überhaupt bilden.
Vor- und Nachteile dieser Dienste erfahren Sie in unserem Kapitel Verkehrsinformationen.